Presseerklärung

Das historische Fraenkelufer in Kreuzberg soll einer Steinpromenade weichen
Baustadtrat Hans Panhoff plant Umbau nach Alibi-Bürgerbeteiligung
Informative Treffen auf der Admiralbrücke jeden Sonntag 14-16 Uhr

Worum geht es?
Auf einem der schönsten Abschnitte der Uferwege am Landwehrkanal in Kreuzberg, dem Fraenkelufer, soll der natürlich gehaltene Uferabschnitt einer acht Meter breiten Steinpromenade weichen.
Der uferseitige Weg soll vollständig versiegelt werden. Am Übergang zum Böcklerpark soll die Grünfläche mit Büschen und Bäumen zugunsten einer großen Stein-„Plaza“ gerodet werden.
Das plant der grüne Bezirksstadtrat Hans Panhoff. Und das gegen den ausdrücklichen Willen der Anwohner/innen, wie die in kürzester Zeit gesammelten 305 Anwohner-Unterschriften gegen den Umbau deutlich zeigen.
Das Fraenkelufer ist ein historisches Erbe: mit der Lage am Landwehrkanal, dem von Lenné seit 169 Jahren original erhaltenen Uferprofil und dem historischen Zaun, dem 4,50 m breiten uferseitigen Weg mit den schönen großen Bäumen und der Kopfsteinpflasterstraße, die erst 1987 im Rahmen der IBA aufwändig unter Denkmalschutzaspekten gebaut wurde.
Am Fraenkelufer entstand damals nach dem Prinzip der „behutsamen Stadterneuerung“ in harmonischer Einheit mit den bekannten Häusern des Architekten Baller eine der schönsten Kulturlandschaften Berlins.

Das soll jetzt alles nicht mehr gelten!
Mit Fördergeldern des Landes (750000 Euro) soll das Ufer in Stein gegossen werden, um die Landschaftspflege für immer einsparen zu können. Angeblich bestünden „Nutzungskonflikte“, zwischen Fußgängern/innen und Radfahrern/innen, die man mit einer Steinpromenade lösen wolle.
Das Gegenteil ist der Fall! Außerdem müssten die für den jetzt geplanten Umbau bereitgestellten Fördergelder des Landes Berlin viel sinnvoller für dringend notwendige Projekte in Friedrichshain/Kreuzberg verwendet werden!
Alibi-Bürgerbeteiligung!
Die Anwohner/innen wurden nie persönlich eingeladen. Im Verlauf der angeblichen „Bürgerbeteiligung“ wurden Ideen und Anregungen der Anwohner/innen, die der Erhaltung und Pflege des Ufers und der besseren Passierbarkeit für Radfahrer/innen dienten, nicht protokolliert und nicht in die weiteren Pläne aufgenommen.
Die wenigen in den „Protokollen“ festgehaltenen Zusagen wurden nicht eingehalten. Die „Protokolle“ wurden ausschließlich vom Baustadtrat gesehen und nicht mit den beteiligten Anwohnern/innen abgestimmt.
Nachbarschaftliche Gruppe Fraenkelufer, V.i.S.d.P. Cora Jacoby, cora.jacoby@berlin.de

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